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Nachhaltigkeit ist Teil unserer DNA

Nachhaltiges Denken und Handeln ist ein wichtiger Innovationstreiber. Wir analysieren die Auswirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft und realisieren Verbesserungen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen. Als «Value Engineering Specialist» entwickeln wir zusammen mit unseren Kunden nachhaltige Produkte und Lösungen getreu dem Leitsatz «Inventing success together» und schaffen damit Mehrwert für unsere Stakeholder.

Im vergangenen Jahr hat SFS ihre Berichterstattung im Bereich der Nachhaltigkeit an die neuen Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI-Standards 2021) angepasst. In diesem Zusammenhang wurde die Selektion der wesentlichen Themen überprüft und sowohl die Auswirkung des Unternehmens auf Umwelt, Gesellschaft oder Wirtschaft in Bezug auf diese Themen (inside-out) als auch der Impact dieser Themen auf SFS (outside-in) in einem Stakeholder-Dialog diskutiert und evaluiert. Dieser Dialog fand im Rahmen einer vorbereitenden Online-Umfrage sowie zweier Workshops statt und wurde von der unabhängigen Organisation «engageability» moderiert und ausgewertet. Zu den Teilnehmenden gehörten Mitarbeitende, Finanzanalysten, Vertreterinnen und Vertreter von Bildungseinrichtungen und lokalen Behörden, Mitglieder der Konzernleitung und des Verwaltungsrats sowie Kunden und Lieferanten des Segments Distribution & Logistics. SFS führt alle zwei bis drei Jahre einen Stakeholder-Dialog durch und involviert dabei jeweils Kunden und Lieferanten eines der drei Segmente. Bei der letzten Materialitätsanalyse wurden Kunden und Lieferanten des Segments Fastening Systems befragt.

Die wechselseitige Abhängigkeit wesentlicher Themen und ihre Auswirkungen auf SDGs und ESG-Dimensionen
Auf Basis der Themenliste, die sich aus der vorbereitenden Online-Umfrage ergab, diskutierten die Stakeholder in den Workshops, welche Themen bezüglich ihrer Auswirkungen von SFS auf Umwelt, Gesellschaft oder Wirtschaft sowie andererseits auf SFS die grösste Signifikanz aufweisen. Daraus ergab sich in einem ersten Schritt folgende Liste der wesentlichsten Themen, sortiert nach absteigender Signifikanz:

1. Energieverbrauch
2. Emissionen
3. Aus- und Weiterbildung
4. Nachhaltige Lösungen
5. Mitarbeiterzufriedenheit und -engagement
6. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
7. Nachhaltigkeitscheck Lieferanten
8. Materialeffizienz und Abfall
9. Ressourcen- und Materialbeschaffung

Im Rahmen der weiterführenden Diskussion wurden diese Themen zu Schwerpunktthemen zusammengefasst und den entsprechenden GRI-Standards zugewiesen, wobei nicht alle dieser GRI-Standards auch als wesentlich klassifiziert wurden.

Wesentlichkeitsanalyse 2022 und Liste der wesentlichen Themen

Energie und Emissionen

  • GRI-302 – Energie
  • GRI-305 – Emissionen

Nachhaltige Lösungen

  • GRI-301 – Materialien
  • GRI-306 – Abfall*

*Nicht als wesentlich identifiziert

Beschaffung

  • GRI-308 – Umweltbewertung der Lieferanten
  • GRI-414 – Soziale Bewertung der Lieferanten
  • GRI 204 – Beschaffungspraktiken*

*Nicht als wesentlich identifiziert

Förderung und Engagement der Mitarbeitenden

  • GRI-404 – Aus- und Weiterbildung
  • GRI-405 – Diversität und Chancengleichheit
  • GRI-401 – Beschäftigung*
*Nicht als wesentlich identifiziert

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

  • GRI-403 – Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz*
*Nicht als wesentlich identifiziert

Während das Thema «Emissionen» schon in der Vergangenheit als wesentlich klassifiziert wurde, ist das Thema «Energie» erstmals auf der Liste der materiellen Themen von SFS. In Anbetracht der Tatsache, dass der Elektrizitätsverbrauch rund 70% der Emissionen in Scope 1 und Scope 2 ausmacht und SFS als produzierendes Unternehmen einen hohen Energiebedarf hat, ist es nachvollziehbar, dass die Stakeholder diesem Thema den höchsten Stellenwert beimessen. In Bezug auf diese beiden Themen, die zusammen das Schwerpunktthema «Energie und Emissionen» bilden, verursacht SFS nach Auffassung der Stakeholder die grössten Auswirkungen auf die Umwelt. Umgekehrt haben die Energiekosten sowie die Energieverfügbarkeit einen hohen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von SFS. Es ist daher auch in unserem eigenen Interesse, die Energieeffizienz laufend zu erhöhen, möglichst emissionsarme Energie einzusetzen und den Anteil an selbst produzierter erneuerbarer Energie weiter zu steigern.

Nur gut ausgebildete, hoch motivierte und zufriedene Mitarbeitende erzielen die besten Leistungen als «Value Creators» und schaffen Mehrwert. Mit der aktiven Förderung der dualen Aus- und Weiterbildung investiert SFS nicht nur in die Entwicklung von Talenten, sondern auch in die Gesellschaft und die Wirtschaft. Die Stakeholder haben das Thema «Aus- und Weiterbildung» erneut als wichtigstes der sozialen Sphäre klassifiziert und es zusammen mit dem Thema «Diversität und Chancengleichheit» zum Schwerpunktthema «Förderung und Engagement der Mitarbeitenden» kombiniert. Ebenfalls zur Thematik passt der GRI-Standard «Beschäftigung », der allerdings nicht als wesentlich eingestuft wurde.

Insbesondere von den Kunden wurde in den Stakeholderworkshops auch das Thema «Nachhaltige Lösungen» und seine Auswirkung auf Mensch und Umwelt als hoch eingestuft. Dabei geht es in erster Linie um die verwendeten Materialien und die Rezyklierbarkeit der Produkte. Das Thema «Materialien» wurde daher als neues wesentliches Thema identifiziert, während der GRI-Standard «Abfall» zwar auch zum Schwerpunktthema passt, aber nicht als wesentlich klassifiziert wurde.

Das Schwerpunktthema «Beschaffung» gewinnt aus mehreren Gründen an Bedeutung: Zum einen verlangen die zunehmenden regulatorischen Anforderungen nach konsequentem Nachhaltigkeitsmanagement über die ganze Lieferkette, zum anderen ist dieses zentral zur Identifikation und Reduktion der Scope-3-Emissionen, die den grössten Teil der Emissionen ausmachen. Sowohl in sozialer als auch in ökologischer Hinsicht haben die Entscheidungen, die SFS in der Beschaffung tätigt, grosse Auswirkungen. Umgekehrt beeinflussen die Lieferanten durch ihr Handeln auch den ökologischen Fussabdruck und die ethische Integrität von SFS. In den Workshops wurde dieses Thema daher unter dem Titel «Nachhaltigkeitscheck Lieferanten» als eines der wichtigsten Themen eingestuft. Dazu gehören die beiden GRI-Standards «Umweltbewertung der Lieferanten» und «Soziale Bewertung der Lieferanten», über die SFS in den entsprechenden Berichtsteilen erstmals berichtet. Der ebenfalls zum Thema passende Standard «Beschaffungspraktiken» wurde nicht als wesentlich klassifiziert.

Das Schwerpunktthema «Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz» besteht aus einem GRI-Standard, der in der Diskussion nicht mehr als wesentliches Thema eingestuft wurde. Vielmehr hat sich SFS dazu entschieden, das Thema ähnlich wie die Themen «Menschenrechte» und «Sozioökonomische Compliance» als Standardthema zu klassifizieren. Standardthemen legen die Rahmenbedingungen jeder Geschäftstätigkeit von SFS fest und gelten damit als Basisinhalte, über die weiterhin kontinuierlich berichtet wird, allerdings nicht in gleichem Umfang wie bei wesentlichen GRI-Standards.

SFS richtet den Fokus zukünftig auf die ersten vier Themenschwerpunkte, um so mithilfe von langfristigen Zielsetzungen und entsprechenden Initiativen einen kontinuierlichen Fortschritt in Bezug auf ihre nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Die einzelnen Themen werden dabei ganzheitlich betrachtet und ihre positiven und negativen Auswirkungen auf die Sustainable Development Goals (SDGs) sowie die jeweilige ESG-Dimension (Environment/Umwelt, Social/Sozial, Governance/Unternehmensführung) berücksichtigt.

Verantwortlichkeiten klar geregelt

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Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil der Geschäftstätigkeit und wird auf allen Stufen – vom Verwaltungsrat als oberstes verantwortliches Kontrollorgan der nachhaltigen Ausrichtung von SFS über die Konzernleitung bis hin zu den einzelnen Divisionen, Standorten und Teams – klar geregelt. Der Verwaltungsrat überprüft regelmässig die Nachhaltigkeitsstrategie sowie deren ganzheitliche Integration in alle Unternehmenstätigkeiten. Der Nachhaltigkeitsbericht wird dabei vom Audit Committee kontrolliert. Der CEO befasst sich zusammen mit der Konzernleitung regelmässig mit aktuellen Nachhaltigkeitsthemen, setzt die Prioritäten und überprüft die jeweiligen Fortschritte. Im Auftrag der Konzernleitung koordiniert das neu geschaffene Steering Team (bestehend aus Vertretern der Bereiche Umwelt und Sicherheit, Compliance, Controlling, HR und Kommunikation), die Umsetzung der Strategie und Prioritäten. Das Steering Team überprüft den Fortschritt auf dem Weg zur Zielerreichung und stellt sicher, dass neue gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Aufgrund der unterschiedlichen Charakteristika der Segmente und einzelnen Divisionen sowie zur Erreichung einer möglichst hohen Effektivität obliegt die konkrete Ausgestaltung der Massnahmen und Initiativen den Divisionen. Der regelmässige Austausch zu diesen Massnahmen und Initiativen findet in der jeweiligen PeerGroup statt. Die EHS-PeerGroup (Environment, Health and Safety) implementiert Massnahmen in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Gesundheitsschutz und ist gleichzeitig für die Datenerhebung an allen relevanten Standorten zuständig. Die CSR-PeerGroup (Corporate Social Responsibility) setzt Massnahmen im Bereich Soziales um, macht bestehende CSR-Initiativen sichtbar und entwickelt neue. Das Thema Nachhaltigkeit wird, wo immer möglich, mit standardisierten Kennzahlen in die regulären Managementprozesse und -reports integriert. Der CEO gibt in Absprache mit dem Verwaltungsrat den vom Reporting Team erstellten Nachhaltigkeitsbericht frei.