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Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

SFS hat sich das Ziel gesetzt, die Berufsunfälle bis 2025 um 50% zu reduzieren und so der langfristigen Zielsetzung von null Berufsunfällen schrittweise näher zu kommen.

GRI 103: MANAGEMENTANSATZ 2016

GRI 103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung

Die Mitarbeitenden des Unternehmens sind bestimmend für den Erfolg der SFS Group. Ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld für alle Mitarbeitenden zu schaffen, ist deshalb ein zentrales Anliegen von SFS. Die arbeitsintensive Produktion, die auf internationalen Produktionsplattformen und vorrangig mit hohen Materialdurchsätzen stattfindet, umfasst Prozesse, die für betroffene Mitarbeitende teilweise mit Gesundheits- und Sicherheitsrisiken verbunden sind.

Für Mitarbeitende, die keine Angestellten der SFS Group sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz aber vom Unternehmen kontrolliert werden, gelten die gleichen Sicherheitsbestimmungen wie für Angestellte der SFS Group.

Die nachfolgenden Angaben der SFS Group im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz decken per Ende der Berichtsperiode 9'047 FTE (Angestellte der SFS Group) ab. Dies entspricht rund 86% der gesamten Belegschaft von SFS, wovon die Mehrheit in einem Produktionsumfeld tätig ist. Diese gehört damit zur oben erwähnten Mitarbeitergruppe, die dem identifizierten Gesundheits- und Sicherheitsrisiko vorrangig ausgesetzt ist. Da bei Mitarbeitenden, die im Büroumfeld tätig sind, kaum bis keine Berufsunfälle vorkommen, wird auf diese Berufsgruppe im folgenden Text nicht näher eingegangen.

GRI 103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile

Der Managementansatz im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beabsichtigt, negative Auswirkungen durch folgende Massnahmen zu vermeiden:

  • SFS schützt das Leben und die Gesundheit aller Mitarbeitenden durch sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen.
  • Nach Ermittlung und Beurteilung der Gefahren, Belastungen und Risiken erarbeitet das Unternehmen entsprechende Sicherheitsmassnahmen.
  • Präventive Massnahmen und Programme, wie die Erarbeitung und Einführung der «10 SFS Sicherheitsregeln», helfen Unfälle zu vermeiden.
  • Das Unternehmen steht in kontinuierlichem Austausch mit den Mitarbeitenden, um die «Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit» weiter zu verbessern.
  • SFS fördert die gesundheitliche Selbstverantwortung der Mitarbeitenden: Durch die präventive Gefahrenermittlung und Risikobewertung des eigenen Arbeitsplatzes kann die Arbeitsumgebung entsprechend angepasst und mögliche Unfälle vermieden werden.
  • Mitarbeitende haben gegenüber ihrem Vorgesetzten eine Meldepflicht, um auf eventuelle Umstände hinzuweisen, die die Arbeitssicherheit und Gesundheit von Mitarbeitenden gefährden. Sie haben damit gleichzeitig auch die Möglichkeit, Verbesserungen anzuregen bzw. auf eventuelle Mängel hinzuweisen (Beschwerdemöglichkeit).

Im Berichtsjahr konnte SFS die Anzahl der Berufsunfälle weltweit, im Vergleich zu 2018, um 19% auf insgesamt 113 Berufsunfälle senken. Ausfalltage, verursacht durch Berufsunfälle, konnten um 0.9% auf 1'743 Tage reduziert werden.

Die Weiterentwicklung von Sicherheitsprogrammen wie «Integrierte Sicherheit» und «10 SFS Sicherheitsregeln» wurde von der Geschäftsleitung verabschiedet und wird ab 2020 kontinuierlich auf die Produktionsstandorte ausgerollt, um so die Anzahl von Berufsunfällen weiter zu senken.

Um die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeitenden weiter zu verbessern, wird die Norm ISO 45001 kontinuierlich an Standorten der SFS Group eingeführt und wo zutreffend auch zertifiziert. Aktuell sind vier Standorte nach OHSAS 18001 zertifiziert. Die Umstellung dieser Standorte auf ISO 45001 erfolgt ebenfalls im 2020.

SFS hat sich das Ziel gesetzt, die Berufsunfälle bis 2025 um 50% zu reduzieren und so der langfristigen Zielsetzung von null Berufsunfällen schrittweise näher zu kommen.

Die Zielerreichung und -überprüfung erfolgt zunächst dezentral für jeden einzelnen Standort. Hier sind sowohl der Standortleiter, der für die lokalen Arbeitsbedingungen zuständig ist, als auch der EHS Manager, der für die Umwelt, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zuständig ist, in der Verantwortung.

Die EHS Manager, die auf den Stufen Standort, Division und SFS Group existieren, stehen in regelmässigem Austausch miteinander und erfassen ihre Daten in einem zentralen Dokument. Sie planen und implementieren etwaige (Korrektur-)Massnahmen und stellen eine bestmögliche Zielerreichung für die SFS Group sicher.

SFS publiziert neben den Angaben im Finanzbericht derzeit keine Daten, die sich explizit auf Ausgaben oder Investitionen im Bereich «Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz» beziehen.

GRI 103-3 Beurteilung des Managementansatzes

Mit Hilfe der Managementbewertung als Führungsinstruments bewertet SFS die Erfüllung der definierten Ziele, der eingeführten Massnahmen sowie die Möglichkeiten zur Verbesserung. Die Ergebnisse der Managementbewertung geben dem Unternehmen wichtige Hinweise bzgl. des eigenen Qualitätsmanagements und des Erfolgs von eingeführten Massnahmen. Zudem nutzt SFS die Managementbewertung, um frühzeitig mögliche Schwachstellen zu identifizieren und entsprechend reagieren zu können. Durch regelmässige interne und externe Audits wird die Erfüllung der normativen Anforderungen bestätigt.

GRI 403: ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ 2016

GRI 403-2 Art und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Arbeitsausfalltage und Abwesenheit sowie die Zahl arbeitsbedingter Todesfälle

Bei den dargestellten Kennzahlen wurden alle produktionsintensiven Standorte der SFS Group berücksichtigt (vgl. GRI 103-1). Da die Unfalldaten der Tochtergesellschaften aus datenschutzrechtlichen Gründen anonymisiert verarbeitet werden, ist eine weitere Aufschlüsselung, z.B. nach Geschlechtern auf Konzernebene, nicht möglich.

2019 hatte SFS eine Berufsunfallrate von 12.5 Berufsunfällen pro 1'000 Mitarbeitende (Vorjahr: 16.3). Die Standorte meldeten 113 Berufsunfälle gegenüber 140 im Vorjahr (≥ 1 Tag Abwesenheit vom Arbeitsplatz). Auf die Region EMEA entfielen 78 Unfälle, auf Amerika 20 und auf die Region Asien-Pazifik 15. Im Berichtsjahr wurden keine durch Berufsunfälle verursachte Todesfälle verzeichnet.

Berufsunfallrate 2019
nach Regionen
pro 1'000
Mitarbeitende
Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) 18.8
Region Amerika 45.0
Region Asien-Pazifik 3.4
SFS Group total 12.5

*ausgenommen sind die Organisationseinheiten Tegra Medical und TFC

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In den letzten Jahren konnte die Anzahl an Berufsunfällen kontinuierlich reduziert werden.