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Wirtschaftliche Leistung

SFS verfolgt das Ziel einer weiteren deutlichen Steigerung der Wertschöpfung bis 2025. Dabei sollen sich die Anteile der Anspruchsgruppen an der Wertschöpfung stabil entwickeln.

GRI 103: MANAGEMENTANSATZ 2016

GRI 103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung

Die wirtschaftliche Leistung und damit das Schaffen von Mehrwert für alle Anspruchsgruppen steht im Fokus des täglichen Denkens und Handelns von SFS. Dabei wird die Wertschöpfung zugunsten der Anspruchsgruppen Kunden, Lieferanten, Mitarbeitende, Investoren und Staat .z. B. in Form von Lohn-, Dividenden- oder Steuerzahlungen zum Ausdruck gebracht. SFS verzichtet auf aggressive Steuerpraktiken und -strukturen und zahlt die Steuern dort, wo der wirtschaftliche Wert generiert wird. Seit 2017 meldet die SFS Group im Rahmen des Country-by-Country-Reportings die geforderten Steuerzahlungen je Land an die Eidgenössische Steuerverwaltung. Zwei Faktoren haben dazu beigetragen, dass die effektiven Steuerzahlungen im Jahr 2019 deutlich tiefer ausgefallen sind als im Vorjahr. Einerseits hat die überarbeitete Gesetzgebung in der Schweiz zu tieferen Steuerbelastungen geführt, andererseits führten Einmaleffekte in den USA zu einem Rückgang. Die reduzierten Steuerzahlungen im 2019 sind somit nicht das Resultat geänderter Steuerpraktiken. Zukünftig geht SFS von einer effektiven Steuerquote von rund 17.5% aus.

Vgl. auch Finanzbericht («Informationen für Aktionäre», S. 52 ff.)

GRI 103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile

SFS legt Wert auf eine nachhaltige und gemeinschaftliche Partnerschaft. Deshalb ist die ausgewogene Verteilung der Wertschöpfung zugunsten der Anspruchsgruppen von grosser Bedeutung für das Unternehmen.

Im Zeitraum von 2015–2019 ist die Wertschöpfung netto pro Jahr um 12.1% gewachsen. Der Wertschöpfungsanteil z.B. für die Mitarbeitenden nahm im gleichen Zeitraum ebenfalls signifikant um jährlich 9.9% zu. Die relativen Anteile der einzelnen Anspruchsgruppen entwickelten sich gemessen an der Nettowertschöpfung weitgehend stabil. Ausnahmen bilden die, aus den erwähnten Gründen, tieferen Anteile an Steuerleistungen, welche u.a. zu höheren Anteilen für das Unternehmen in Form von unverteilten Gewinnen führten.

Aufgrund des Börsengangs der SFS Group im Frühling 2014 und der Erwartungen des Finanzmarktes wurde die Dividendenausschüttung erhöht. Die Ausschüttung an die Aktionäre hat sich seither, mit einem jährlichen Wachstum von 8.8%, ansprechend entwickelt. Die Ausschüttung an die Aktionäre soll gemäss der geltenden Finanzpolitik der SFS Group in einer Bandbreite von 35–50% des Konzerngewinns liegen. Auf vergleichbarer Basis bewegte sich der Payout Ratio von 2015–2019 in der Bandbreite von 36.9% und 40.8% des Konzerngewinns.

Als Zeichen der Solidarität im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie, welche ein umsichtiges und verantwortungsvolles Handeln verlangt, hat der Verwaltungsrat der SFS Group eine Reduktion der Dividende um 10% im Vergleich zum Vorjahreswert beantragt. Dieser Antrag wurde an der Generalversammlung 2020 mit grosser Mehrheit gutgeheissen.

Zusammen mit der qualitativen Erarbeitung der Mittelfristplanung 2020–2025 wurden auch die wesentlichen finanziellen Kennwerte definiert. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen geht SFS aufgrund der gesunden und attraktiven Projektpipeline in den nächsten Jahren von einem jährlichen Umsatzwachstum von 3–6% aus (in Lokalwährungen und inkl. Konsolidierungseffekte).

Aufgrund der angestrebten EBIT-Marge im Bereich von 13–16% verfolgt SFS das Ziel einer weiteren kontinuierlichen Steigerung der Wertschöpfung bis 2025. Dabei sollen sich die Anteile der Anspruchsgruppen an der Wertschöpfung weitgehend stabil entwickeln.

GRI 103-3 Beurteilung des Managementansatzes

Die langfristige und überdurchschnittliche wirtschaftliche Entwicklung von SFS liegt im Interesse aller Anspruchsgruppen. Die Einhaltung der Grundsätze der Unternehmensführung schafft dabei die notwendige Transparenz und ein ausgewogenes Verhältnis von Führung und Kontrolle. Die strategische Kontrolle übernimmt hierbei der Verwaltungsrat, die operative Führung obliegt der Konzernleitung. SFS publiziert halbjährlich einen Geschäftsbericht. Der Konzernabschluss für das jeweilige Geschäftsjahr wird extern nach Swiss GAAP FER geprüft.

GRI 201: WIRTSCHAFTLICHE LEISTUNG 2016

GRI 201-1 Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert

SFS schafft nachhaltigen Wert für ihre Stakeholder. Dazu gehören Kunden, Lieferanten, Aktionäre, Mitarbeitende oder der Staat. Während ein Teil des wirtschaftlichen Werts direkt den Anspruchgruppen zufliesst, bleibt ein anderer Teil im Unternehmen, um so Innovationen und Technologien weiter entwickeln zu können oder um Akquisitionen und Kapitalinvestitionen tätigen zu können.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Wertschöpfung der letzten fünf Jahre, wobei die Anteile der Anspruchsgruppen in Prozent der Nettowertschöpfung gemessen werden:

Entwicklung und Verteilung der Wertschöpfung
in Mio. CHF
2019 2018 2017 2016 2015
Wertschöpfung brutto
in % des Nettoumsatzes
884.9
49.7%
853.0
49.1%
814.4
49.8%
721.2
50.2%
641.8
46.8%
Abschreibungen / Amortisationen
in % des Nettoumsatzes
-95.4
-10.8%
-89.7
-10.5%
-125.8
-15.4%
-146.4
-20.3%
-142.3
-22.2%
Wertschöpfung netto
in % des Nettoumsatzes
789.5
44.3%
763.3
43.9%
688.6
42.1%
574.8
40.0%
499.5
36.4%
Entwicklung und Verteilung der Wertschöpfung
in Mio. CHF
2019 2018 2017 2016 2015
Mitarbeitende
Personalaufwand
69.7%*
550.4
68.0%
519.3
69.8%
480.6
71.6%
411.8
75.6%
377.5
Staat
Steuern, Abgabe
3.5%*
27.8
6.0%
45.8
6.4%
44.0
6.1%
35.2
5.8%
29.0
Kapitalgeber
Dividenden an Aktionäre
Zinsaufwand
9.2%*
67.5
4.8
10.4%
75.0
4.3
11.0%
71.3
4.9
12.0%
65.6
3.0
11.9%
56.3
3.2
Unternehmen
unverteilter Gewinn
17.6%*
139.0
15.6%
118.9
12.8%
87.8
10.3%
59.2
6.7%
33.5

*in % der Wertschöpfung netto

Weitere Indikatoren zur Werterzeugung und -ausschüttung gemäss den GRI-Vorgaben finden sich ausserdem in der Finanzberichterstattung.