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UN Global Compact Communication on Progress

SFS bleibt auch in weiteren Themenbereichen aktiv. So ist SFS Mitglied des UN Global Compact und bekennt sich seit 2010 zu dessen Prinzipien. Folgende Fortschritte sind dabei im Berichtsjahr erzielt worden:

Menschenrechte

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Bestehende Initiativen weitergeführt

Das Leitbild und der Verhaltenskodex sind zwei Schlüsseldokumente für die Nachhaltigkeit bei SFS und in Bezug auf ein Geschäftsgebaren, das die Menschenrechte wahrt. Während im Leitbild die gemeinsamen Wertvorstellungen verankert sind, definiert der Verhaltenskodex die Leitplanken unseres Geschäftsgebarens. Beide Dokumente haben unveränderte Gültigkeit. Der Verhaltenskodex stützt sich auf gefestigte und wirksame Compliance-Prozesse. Inhalte von Leitbild und Verhaltenskodex werden allen neuen Mitarbeitenden und Lernenden bereits bei ihrem Eintritt in die Firma in Form von Schulungen oder über das eLearning vermittelt. Diese Themen gehören zur Grundausstattung jedes SFS Mitarbeitenden und sollen diesen von Anfang an begleiten und prägen (→ vgl. GRI 102-16).

SFS ist es ein Anliegen, den Verhaltenskodex allen neu zur SFS Group stossenden Mitarbeitenden so schnell wie möglich zu vermitteln. Der Verhaltenskodex ist daher ein fester Bestandteil des Onboarding-Prozesses. Auch von den Lieferanten verlangt SFS die unbedingte Einhaltung der Menschenrechte. Bei der Auswahl von potenziellen Geschäftspartnern ist dieser Umstand ein zwingendes Kriterium, da diese Verpflichtung in den allgemeinen Einkaufsbedingungen von SFS festgehalten ist (→ vgl. GRI 102-9). Die letzten beiden Berichtsjahre brachten viel Umsetzungsaufwand in den Gebieten Datenschutz und internationale Handelscompliance mit sich. Die gesetzlichen Vorgaben und die daraus entwickelten Gruppenstandards wurden in sämtlichen Gruppengesellschaften umgesetzt. Durch den korrekten Umgang mit solchen Vorgaben und eine umfassende Aufklärung über deren Auswirkungen trägt SFS ihren Teil zur Wahrung der internationalen Rechtsordnung bei.

Prioritäten 2020

Die Allgemeinen Einkaufsbedingungen von SFS werden im 2020 erneuert. In diesem Zusammenhang wird ein erneuter Fokus auf die Integration von Compliance-Themen gelegt, um die Einhaltung dieser Normen in der gesamten Lieferkette sicherzustellen.

Arbeitsnormen

Konfliktfreie Zusammenarbeit fördern

Innerhalb der SFS Group wird jegliche Form der Zwangsarbeit und der Kinderarbeit konsequent abgelehnt und das Recht auf Vereinigungsfreiheit und auf Kollektivverhandlungen gewahrt. Durch die Aufnahme dieser Prinzipien in die Einkaufsbedingungen verlangt SFS von ihren Geschäftspartnern vergleichbare Wertvorstellungen (→ vgl. GRI 102-9).

Die Vielfalt der SFS Mitarbeitenden ist ein natürliches Resultat der internationalen Präsenz und Grösse des Unternehmens und wird als positiv und bereichernd empfunden. Regelmässige mehrwöchige Aufenthalte von Lernenden an verschiedenen Standorten und die internationale Ausbildung von Führungskräften zur Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit sind Ausdruck davon. Auch eine Artikelreihe im Mitarbeitermagazin unter dem Titel «Diversity» soll die Vorzüge von Diversität sichtbar machen. Jegliche Art der Diskriminierung bei der Anstellung und im Rahmen der Beschäftigung wird ausdrücklich abgelehnt. In diesem Zusammenhang wurde 2019 weltweit von allen Mitarbeitenden der SFS Group ein eLearning zum Thema «Verletzung persönlicher Integrität» absolviert. Die rund ums eLearning entstandenen Diskussionen zeigen eine deutlich gesteigerte Sensibilisierung der Mitarbeitenden und Führungsverantwortlichen für dieses Thema.

Prioritäten 2020

Das Thema der Integritätsverletzungen soll auch im 2020 allen neuen Mitarbeitenden näher gebracht werden. Ausserdem werden Mitarbeitende, welche eine Führungsschulung absolvieren, in diesem Zusammenhang besonders sensibilisiert.

Umweltschutz

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ISO 14001 Zertifizierung weiterer Standorte

An den fünfzehn zertifizierten Standorten konnten im Berichtsjahr alle durchgeführten Audits ohne nennenswerte Beanstandungen abgeschlossen werden (→ vgl. GRI 305 / Emissionen). Zusätzlich erhielten die Werke der Division Riveting in Mörfelden-Walldorf, Thal und Olpe (Deutschland) sowie das neue Werk der Division Electronics in Nantong (China) im 2019 die Zertifizierung nach ISO14001. Besonders hervorzuheben ist der Standort Nantong, der bereits kurz nach dem in Rekordzeit vollzogenen Umzug bzw. der Konsolidierung von vier bestehenden Werken im Raum Shanghai die Erfüllung sämtlicher Voraussetzungen für die Zertifizierung sicherstellen konnte. Die geplante Zertifizierung der Standorte Keighley (United Kingdom) und Nansha (China) wurde aufgrund von zusätzlichen grossen Herausforderungen in der betroffenen Division Riveting im 2019 verschoben und soll dann wieder aufgenommen werden, wenn eine konkrete Kundenanforderung besteht.

Im Bereich Umweltschutz ist heute eine vollständige Rechtskonformität gegeben. Dennoch sind alle Standorte nach wie vor gefordert und bestrebt, ihre Umweltleistungen ständig weiter zu verbessern. Diese Anstrengungen betonen die hohe Relevanz dieses Themas für SFS und adressieren auch die Bedürfnisse der Kunden aller Divisionen, die zunehmend steigende Anforderungen bezüglich Umweltschutz (z. B. Umweltbelastung über den gesamten Lebenszyklus, Conflict Minerals, REACH) geltend machen.

Initiativen zur Entlastung der Umwelt

Verschiedene Initiativen, welche im Jahr 2019 ergriffen oder fortgeführt wurden, hatten einen unmittelbaren positiven Einfluss auf die Umwelt.

In der Schweiz wurde im 2019 mit der bereits im Vorjahr eingeführten EcoPoints-Aktion, bei welcher Mitarbeitende Punkte sammeln können, wenn sie mit dem Fahrrad, dem öffentlichen Verkehr oder in Fahrgemeinschaften zur Arbeit kommen, eine CO2-Einsparung von rund 120 Tonnen realisiert (vgl. Success Story: «Gesundheit und Sicherheit fördern; Umwelt und Ressourcen schützen»). Die Erneuerung der zentralen Abwasserreinigungsanlage führte einerseits zu einem höheren Automatisierungsgrad, andererseits aber vor allem auch zu einer Reduktion der eingesetzten Chemie um rund 50% sowie einer Einsparung von ebenfalls ca. 50% beim Energieverbrauch (Gas und Strom). Auch mit der umfangreichen energetischen Teilsanierung einer Fertigungshalle erzielte man eine Energieeinsparung von rund 40%. Eine Reduktion des Strom- und Gasverbrauchs von ca. 30% konnte mit der technischen Überarbeitung von insgesamt sechs Lüftungsanlagen in zwei weiteren Hallen erreicht werden. In weiteren Gebäuden wurde durch eine Nachrüstung der Elektrofilter die Raumluftqualität wesentlich verbessert.

Aber nicht nur in der Schweiz wurden Massnahmen zur Entlastung der Umwelt umgesetzt. So konnten beispielsweise im Werk in Pune (Indien) durch die Umgestaltung der Abwasserverwertung wesentliche Verbesserungen in diesem Bereich erzielt werden.

Prioritäten 2020

Der Fokus für das Jahr 2020 liegt in der Ausarbeitung der SFS Group CO2-Roadmap. Die Roadmap bildet die Basis für die systematische Reduktion des CO2-Ausstosses über sämtliche Standorte der SFS Group. Unabhängig davon sind bereits einzelne Initiativen in diesem Zusammenhang geplant und sollen zu einer Verbesserung des globalen Footprints führen.

Korruptionsbekämpfung

Keine Korruptionsfälle im Berichtsjahr

Die Anti-Korruptionsrichtlinie, über die SFS bereits seit 2016 verfügt und deren Inhalte besonders betroffenen Mitarbeitenden in einem verpflichtenden eLearning vermittelt werden, wurde auch im Berichtsjahr allen neuen Mitarbeitenden in Management-Positionen und in den Bereichen Verkauf, Einkauf und Finanzen nähergebracht.

Erfreulicherweise sind auch im Berichtsjahr keine Korruptionsfälle innerhalb der SFS Group gemeldet worden. Die Tatsache, dass auch im Berichtsjahr regelmässig Beratung in spezifischen, kritisch erscheinenden Situationen in Anspruch genommen wurde, zeigt, dass der Grad der Sensibilisierung zum Thema Korruption weiterhin zunimmt. Entsprechend wird vermehrt auch den Geschäftspartnern gegenüber auf die internen Verhaltensvorschriften verwiesen, etwa wenn bestimmte Einladungen abgelehnt werden. Eine unbedingte ablehnende Haltung gegenüber jeglicher Art von Korruption verlangt SFS auch von Dritten, insbesondere von ihren Agenten. Eine solche Klausel ist standardmässig in den Zusammenarbeitsvereinbarungen mit den Agenten eingefügt. Die allgemeinen Einkaufsbedingungen von SFS legen auch den Lieferanten die Pflicht auf, sich gegen Korruption und Bestechung einzusetzen (→ vgl. GRI 102-9).

Prioritäten 2020

Im Jahr 2020 wird eine Neuauflage des eLearnings zur Anti-Korruptionsrichtlinie durchgeführt, welches von sämtlichen Mitarbeitenden in Management-Positionen und in den Bereichen Verkauf, Einkauf und Finanzen zu absolvieren ist. Ursprünglich war dieses eLearning bereits für das Jahr 2019 geplant, aber da kurzfristig praktisch dieselben Mitarbeitenden noch in anderen Compliance-Bereichen (z. B. Datenschutz) intensiv geschult wurden, beschloss die Unternehmensleitung eine zeitliche Verschiebung, um den Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, sich intensiver mit den einzelnen Themen auseinanderzusetzen.